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Produkt-Bild: Der alte König in seinem Exil

Der alte König in seinem Exil von Arno Geiger

Gebundene Ausgabe von Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Preis bei Amazon: EUR 17,90

ISBN: 3446236341, Erscheinungsdatum: Februar 2011, Auflage: 28
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Produktbeschreibung

Der alte König in seinem Exil
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Produkt-Bild: Alles über Sally: Roman

Alles über Sally: Roman von Arno Geiger

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,90

ISBN: 3423140186, Erscheinungsdatum: August 2011
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Produktbeschreibung

Alles über Sally

Aus der Amazon.de-Redaktion

Alfred ist ein Meister des Konservierens, ein Spezialist für die Bewahrung von Vergangenheiten. Als Kurator des Völkerkundlichen Museums in Wien hat er sein Talent zum Beruf und im Privatleben zur Berufung gemacht. Seine Frau Sally hat er unter eine Denkvitrine gestellt, die mit kleinen Einschränkungen auch nach dreißig Ehejahren den Verliebtheits- und Bewunderungszustand von 1977 mumifiziert. ?Sie besitzt noch immer einen Körper, auf den sie stolz sein kann?, heißt es in Arno Geigers fünftem Roman Alles über Sally. Das, unter anderem, hat sie Alfred voraus, der schon einen Kompressionsstrumpf gegen seine Krampfadern trägt: ?Wir sind beide über fünfzig, aber Sally eindeutig auf der guten Seite des Jahrzehnts, ich schon eher auf der schlechten?.

Ohnehin ist die emanzipierte Sally das genaue Gegenteil von Alfred: aufgewachsen ohne Eltern, immer unstet und im Unsteten körperlich wie geistig jung geblieben, auf den Wellen des Lebens schwimmend, stets neugierig auf das Andere, auch auf das Andere an einem anderen Mann. ?Sie wandelte sich ständig, es geschah unter dem Eindruck von Erfahrungen, Orten, Lebenseinschnitten und Menschen, die ihr nahe kamen.? Momentan ist dieser nahegekommene Mensch Alfreds guter Freund Erik, der noch dazu mit Sallys Freundin Nadja verheiratet ist. Als im Haus eingebrochen wird, stürzen beide Welten etwas ein. Während ihm die Intimität des musealen Alltags in die Brüche geht, fragt sie sich wieder einmal, ob ein Leben an der Seite eines Mannes die Entbehrung lohnt.

Fast diametral hat Geiger seine Figuren aufgebaut, und trotz des Gegensatzes doch völlig glaubwürdig in Beziehung zueinander gesetzt. Das liegt vor allem daran, dass der die Geschichte seines Paares derart unaufdringlich erzählt, dass die ganze Spannung in den Worten, Sätzen, Reflexionen liegt. Alles über Sally ist kein Ideenroma, der plump zwei Daseinsentwürfe nebeneinander stellt. Alles über Sally ist ein leises, fast poetisches, aber auch sehr modernes Buch, gerade, weil es so antimodernistisch daherkommt und in Zeiten surfender Hektik völlig unaufdringlich und wie nebenbei die Frage nach dem rechten Gleichgewicht von Erneuern und Bewahren stellt. So ein Buch hat in der deutschen Gegenwartsliteratur noch gefehlt. -- Thomas Köster

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Es geht uns gut: Roman von Arno Geiger

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,90

ISBN: 342313562X, Erscheinungsdatum: Mai 2007
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Es geht uns gut

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wir haben es Schwarz auf Weiß: Es geht uns gut ist der beste deutschsprachige Roman 2005 und der Vorarlberger Arno Geiger bekommt deshalb als erster den neu geschaffenen Deutschen Buchpreis. Dass aber Juryentscheidungen äußerst subjektiv sind, beweist schon die Tatsache, dass Geiger mit dem ersten Kapitel aus eben diesem Familienroman beim Bachmannpreis 2004 die Juroren keineswegs begeisterte und leer ausging. Man muss sich also selbst ein Bild machen -- und das ist nach der Lektüre zumindest ambivalent. Das beginnt schon bei der Grundkonstellation: Die Hauptfigur Philipp, ein 36-jähriger Schriftsteller, erbt das Haus seiner Großmutter und beginnt es auszuräumen. Statt sich für die Hinterlassenschaft und die Familiengeschichte (eigentlich wertvoller Stoff für jeden Schriftsteller) zu interessieren, schmeißt er alles weg. Eingestreut in die Aufräumaktion dieses Familienerinnerungsverweigerers wird dann aber doch in Rückblenden, anhand einzelner Tage von 1938 bis 1989, eben dessen Familiengeschichte -- Großeltern, Eltern, die eigene Kindheit -- erzählt.

Aus dieser Spannung von Erinnern und Vergessen speist sich der Reiz von Geigers viertem Roman. Mit der Geschichte einer ganz normalen Wiener Familie versucht er sich an einer literarischen Schilderung von Alltag, die weitgehend ohne dramaturgische Spannungslinien auskommt. Etwa wenn in einer der Rückblenden die verfahrene Ehesituation von Philipps Mutter Ingrid skizziert wird: Doppelbelastung als Ärztin und Mutter, zuwenig Unterstützung vom Gatten, abkühlende Gefühle. So ist das Leben, kann man da nur sagen. Sind so aber auch mitreißende Romane? Auch wenn man Geigers Werk sicher nicht als misslungen bezeichnen kann, bleibt er doch weit hinter dem zurück, was andere Autoren -- man denke beispielsweise nur an Jonathen Franzens Korrekturen -- aus diesem Genre sprachlich und inhaltlich herausgeholt haben. Auch aus dem grauen Familienalltag lassen sich literarische Funken schlagen.

Ein Familienroman, der über 60 Jahre österreichischer Geschichte sozusagen als Bühnenbild benutzt, lebt natürlich auch vom Lokalkolorit. Das verleiht Charme, wird aber sprachlich so manche Leser überfordern, weil es der Verlag versäumt hat, die zahlreichen Austriazismen im Anhang zu erklären. Nicht-Österreicher werden kaum wissen, dass "Pantscherl" einen Seitensprung bezeichnet, oder was "urgestopft", "angelehnt lassen", oder "hoppadatschig" bedeuten. Eine nette Herausforderung auch für Übersetzer, wenn der Roman den Erfolg im Ausland haben wird, den der Deutsche Bücherpreis verheißt. Für die deutschsprachige Literatur aber bedeutete dies, wäre das wirklich der beste Roman des Jahres: Es geht uns nicht gut. --Christian Stahl

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Produkt-Bild: Anna nicht vergessen

Anna nicht vergessen von Arno Geiger

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,90

ISBN: 3423137851, Erscheinungsdatum: Juli 2009
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ANNA NICHT VERGESSEN

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach vier Romanen legt der Österreicher seinen ersten Band mit Erzählungen vor. Nach dem großen Erfolg von Es geht uns gut sind die Erwartungen an Arno Geiger hoch. Wer nach 250 Seiten eine Bilanz zieht, wird es zwiespältig tun. Die nach thematischen Abschnitten (Tage, Jahre, Leben) gegliederten zwölf Erzählungen offenbaren erhebliche Unterschiede in Sprache, Spannung und Dichte.

Überzeugend ist die "Doppelte Buchführung". Ein Arzt erinnert sich beim Ringen um das Leben eines zwölfjährigen Jungen an seine eigene Kindheit, vor allem an das Verhältnis zum Vater. Das ist gut beobachtet, eloquent geschrieben und mit dem Blick auf den Klinikalltag realistisch, kritisch, ironisch. Eine andere Geschichte, ein anderes Thema: Berichtet wird von einem Mann, der sich und die Frauen um den Verstand bringt. Per Telefon, Handy und E-Mail will er die totale Kontrolle über die Freundinnen, die er vorgibt zu lieben. Und das, da er schlecht schläft, über 24 Stunden und sieben Tage in der Woche. Diese Erzählung mit der schönen Überschrift: "Es rührt sich nichts" endet mit dem Scheitern des Kontrolleurs. Er hat nichts begriffen. Und der Leser ist erschöpft nach dieser Flut an Daten und Zeiten.

Mann und Frau, das alte, ewig neue Thema treibt den Erzähler Geiger an. Auch seine Varianten, warum sie nicht zueinander finden, sind ein Abbild der Wirklichkeit. Zuneigung und Liebe gibt es da, etwas Glück, aber Traurigkeit und Katastrophen sind nie fern. Manches ist gut zu lesen, mit gewissermaßen leichter Hand geschrieben. So testet in der Titel-Erzählung eine junge, attraktive Mutter im Auftrag von Ehefrauen die Treue der Männer, hat aber ihre liebe Not mit sich selbst und der eigenen Tochter. "Anna nicht vergessen", so mahnen daher die Merkzettel am Kühlschrank und im Bad. Zu den überzeugenden Stücken gehört auch der "Abschied aus Berlin". Ein in Beruf und Beziehungen erfolgloser Österreicher verlässt die Hauptstadt. Die letzte Nacht verbringt er allein auf der Gästecouch einer Kellnerin, die ihn aus Mitleid mitgenommen hat. Lukas, so heißt der Held, hat seine große Stunde, als er dem Klempner, der am nächsten Morgen den Abfluss repariert, detailliert berichtet, wie schön und erfüllt die Liebe mit der Frau sei, die noch todmüde im Bett liegt. Lukas erzählt seine Träume und trifft endlich einen Menschen, der ihm zuhört.

Den Leser erwarten aber auch Enttäuschungen. Ohne Ideenreichtum und Leichtigkeit etwa ist der Ferndialog per Tonband einer Frau zu einem abgetauchten Liebhaber, es sind die banalen "Neuigkeiten aus Hokkaido". Auf 16 Seiten wird das Inventarverzeichnis nach einem Hausbrand abgedruckt. Schade, hier hat der erwartungsvolle Leser gerade nach "Es geht uns gut" mehr erwartet. -- Carsten Hansen, Literaturtest

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Produkt-Bild: Alles über Sally: Roman

Alles über Sally: Roman von Arno Geiger

Gebundene Ausgabe von Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Preis bei Amazon: EUR 21,50

ISBN: 3446234845, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 9
Produktgruppe Bücher
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Produktbeschreibung

Roman
Erscheinungsjahr: 2010
Gewicht: 520 gr / Abmessung: 21 cm
Von Geiger, Arno

Alfred und Sally sind schon reichlich lange verheiratet. Das Leben geht seinen Gang, allzu ruhig, wenn man Sally fragt. Als Einbrecher ihr Vorstadthaus in Wien heimsuchen, ist plötzlich nicht nur die häusliche Ordnung dahin: In einem Anfall von trotzigem Lebenshunger beginnt Sally ein Verhältnis mit Alfreds bestem Freund. Und Alfred stellt sich endlich die entscheidende Frage: Was weiß ich von dieser Frau, nach dreißig gemeinsamen Jahren? Arno Geiger, der international gefeierte Buchpreisträger aus Österreich, erzählt mit souveräner Realistik und komischer Härte die Geschichte einer großen Liebe. Ein umwerfender Roman über den Ehebruch im Zeitalter der sexuellen Freimaurerei.

Pressestimmen:
"Man ahnt, wohin die Reise geht. Und doch steckt dieser in seiner ganzen Beiläufigkeit grandiose Roman, der geschickt zwischen seelenruhiger Gemächlichkeit und rabiater Zuspitzung hin und her schaltet, voller Überraschungen. Geiger gelingt etwas, was man kaum für möglich gehalten hätte: ein Abenteuerroman über die Ehe, den man ernst nehmen kann. Arno Geiger bewährt sich als Meister der Einfühlung." Meike Fessman, Süddeutsche Zeitung, 11.02.10 "Zu zeigen, was Paare zusammenhält, ist sehr viel schwieriger als zu erzählen, was sie trennt. Arno Geiger gelingt das glänzend. Still und unaufdringlich wie die alltäglichen Momente, in denen sich Paare einander mit einer kurzen Aufmerksamkeit, kleinen Fürsorglichkeiten versichern, sind auch seine Schilderungen. Alles über Sally ist ein Plädoyer für die Dauer, die vielleicht unterschätzteste Errungenschaft einer schnelllebigen, surfenden und zappenden Gegenwart. Ein kluger, bedenkenswerter Roman." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeit

Aus der Amazon.de-Redaktion

Alfred ist ein Meister des Konservierens, ein Spezialist für die Bewahrung von Vergangenheiten. Als Kurator des Völkerkundlichen Museums in Wien hat er sein Talent zum Beruf und im Privatleben zur Berufung gemacht. Seine Frau Sally hat er unter eine Denkvitrine gestellt, die mit kleinen Einschränkungen auch nach dreißig Ehejahren den Verliebtheits- und Bewunderungszustand von 1977 mumifiziert. ?Sie besitzt noch immer einen Körper, auf den sie stolz sein kann?, heißt es in Arno Geigers fünftem Roman Alles über Sally. Das, unter anderem, hat sie Alfred voraus, der schon einen Kompressionsstrumpf gegen seine Krampfadern trägt: ?Wir sind beide über fünfzig, aber Sally eindeutig auf der guten Seite des Jahrzehnts, ich schon eher auf der schlechten?.

Ohnehin ist die emanzipierte Sally das genaue Gegenteil von Alfred: aufgewachsen ohne Eltern, immer unstet und im Unsteten körperlich wie geistig jung geblieben, auf den Wellen des Lebens schwimmend, stets neugierig auf das Andere, auch auf das Andere an einem anderen Mann. ?Sie wandelte sich ständig, es geschah unter dem Eindruck von Erfahrungen, Orten, Lebenseinschnitten und Menschen, die ihr nahe kamen.? Momentan ist dieser nahegekommene Mensch Alfreds guter Freund Erik, der noch dazu mit Sallys Freundin Nadja verheiratet ist. Als im Haus eingebrochen wird, stürzen beide Welten etwas ein. Während ihm die Intimität des musealen Alltags in die Brüche geht, fragt sie sich wieder einmal, ob ein Leben an der Seite eines Mannes die Entbehrung lohnt.

Fast diametral hat Geiger seine Figuren aufgebaut, und trotz des Gegensatzes doch völlig glaubwürdig in Beziehung zueinander gesetzt. Das liegt vor allem daran, dass der die Geschichte seines Paares derart unaufdringlich erzählt, dass die ganze Spannung in den Worten, Sätzen, Reflexionen liegt. Alles über Sally ist kein Ideenroma, der plump zwei Daseinsentwürfe nebeneinander stellt. Alles über Sally ist ein leises, fast poetisches, aber auch sehr modernes Buch, gerade, weil es so antimodernistisch daherkommt und in Zeiten surfender Hektik völlig unaufdringlich und wie nebenbei die Frage nach dem rechten Gleichgewicht von Erneuern und Bewahren stellt. So ein Buch hat in der deutschen Gegenwartsliteratur noch gefehlt. -- Thomas Köster

© 1998-2012 Amazon Inc. und Tochtergesellschaften

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Produkt-Bild: Es geht uns gut: Roman

Es geht uns gut: Roman von Arno Geiger

Gebundene Ausgabe von Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Preis bei Amazon: EUR 21,50

ISBN: 3446206507, Erscheinungsdatum: August 2005, Auflage: 23
Produktgruppe Bücher
Zoom ± Produkt-Bild: Es geht uns gut: Roman

Produktbeschreibung

Philipp Erlach hat das Haus seiner Großmutter in der Wiener Vorstadt geerbt, und die Familiengeschichte, von der er definitiv nichts wissen will, sitzt ihm nun im Nacken. Arno Geiger erzählt sie, als sei sie gegenwärtig Von Alma und Richard, die 1938 gerade Ingrid bekommen und nichts mit den Nazis zu tun haben wollen. Vom fünfzehnjährigen Peter, der 1945 mit den letzten Hitlerjungen durch die zerbombten Straßen läuft. Von Ingrid, die mit dem Studenten Peter eine eigene Familie gründen will, und von Philipp, dem Sohn der beiden. Arno Geiger gelingt es, ein trauriges und komisches Jahrhundert lebendig zu machen.

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wir haben es Schwarz auf Weiß: Es geht uns gut ist der beste deutschsprachige Roman 2005 und der Vorarlberger Arno Geiger bekommt deshalb als erster den neu geschaffenen Deutschen Buchpreis. Dass aber Juryentscheidungen äußerst subjektiv sind, beweist schon die Tatsache, dass Geiger mit dem ersten Kapitel aus eben diesem Familienroman beim Bachmannpreis 2004 die Juroren keineswegs begeisterte und leer ausging. Man muss sich also selbst ein Bild machen -- und das ist nach der Lektüre zumindest ambivalent. Das beginnt schon bei der Grundkonstellation: Die Hauptfigur Philipp, ein 36-jähriger Schriftsteller, erbt das Haus seiner Großmutter und beginnt es auszuräumen. Statt sich für die Hinterlassenschaft und die Familiengeschichte (eigentlich wertvoller Stoff für jeden Schriftsteller) zu interessieren, schmeißt er alles weg. Eingestreut in die Aufräumaktion dieses Familienerinnerungsverweigerers wird dann aber doch in Rückblenden, anhand einzelner Tage von 1938 bis 1989, eben dessen Familiengeschichte -- Großeltern, Eltern, die eigene Kindheit -- erzählt.

Aus dieser Spannung von Erinnern und Vergessen speist sich der Reiz von Geigers viertem Roman. Mit der Geschichte einer ganz normalen Wiener Familie versucht er sich an einer literarischen Schilderung von Alltag, die weitgehend ohne dramaturgische Spannungslinien auskommt. Etwa wenn in einer der Rückblenden die verfahrene Ehesituation von Philipps Mutter Ingrid skizziert wird: Doppelbelastung als Ärztin und Mutter, zuwenig Unterstützung vom Gatten, abkühlende Gefühle. So ist das Leben, kann man da nur sagen. Sind so aber auch mitreißende Romane? Auch wenn man Geigers Werk sicher nicht als misslungen bezeichnen kann, bleibt er doch weit hinter dem zurück, was andere Autoren -- man denke beispielsweise nur an Jonathen Franzens Korrekturen -- aus diesem Genre sprachlich und inhaltlich herausgeholt haben. Auch aus dem grauen Familienalltag lassen sich literarische Funken schlagen.

Ein Familienroman, der über 60 Jahre österreichischer Geschichte sozusagen als Bühnenbild benutzt, lebt natürlich auch vom Lokalkolorit. Das verleiht Charme, wird aber sprachlich so manche Leser überfordern, weil es der Verlag versäumt hat, die zahlreichen Austriazismen im Anhang zu erklären. Nicht-Österreicher werden kaum wissen, dass "Pantscherl" einen Seitensprung bezeichnet, oder was "urgestopft", "angelehnt lassen", oder "hoppadatschig" bedeuten. Eine nette Herausforderung auch für Übersetzer, wenn der Roman den Erfolg im Ausland haben wird, den der Deutsche Bücherpreis verheißt. Für die deutschsprachige Literatur aber bedeutete dies, wäre das wirklich der beste Roman des Jahres: Es geht uns nicht gut. --Christian Stahl

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Produkt-Bild: Schöne Freunde: Roman

Schöne Freunde: Roman von Arno Geiger

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 7,90

ISBN: 3423135042, Erscheinungsdatum: Januar 2006
Produktgruppe Bücher
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Produktbeschreibung

Roman
Erscheinungsjahr: 2006
Gewicht: 150 gr / Abmessungen: 190 mm x 120 mm x 10 mm
Von Geiger, Arno

Ein Roman über das Ende der Kindheit: "Eine wunderbare kleine Nachtmusik." Markus Clauer in "Die Zeit"

Pressestimmen:
"Eine wunderbare kleine Nachtmusik."
Markus Clauer in Die Zeit

Aus der Amazon.at-Redaktion

Es gibt Bücher, die zu rezensieren eine Freude ist, weil sie so gut sind. Und es gibt Bücher, die zu rezensieren ebenfalls eine Freude ist, weil sie so schlecht sind. Und dann gibt es noch Bücher, die zu rezensieren äußerst schwer fällt, da man mit ihnen nichts anfangen kann. Ein solches Buch ist Schöne Freunde von Arno Geiger.

Selbst die reine Inhaltsangabe wird zur schwer lösbaren Aufgabe. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist ein Bergwerksunfall mit mehreren Todesfällen. Da dem Direktor des Bergwerks offenbar eine Mitschuld zugeschrieben wird, müssen er und ein Teil seiner Angestellten flüchten. Diese Flucht erfolgt mit einem Schiff über das Meer. All das wird von einem kindlich-jugendlichen Erzähler berichtet, der offenbar elternlos ist und ebenfalls mitflieht, obwohl nicht klar wird, warum.

So weit der seltsam konturlose und zwischen realistischen Beschreibungen und unwirklichen Situationen schwankende Inhalt, der mehr Fragen offen lässt als er beantwortet. Und wird man schon daraus nicht recht klug, bleibt man der Intention des Autors gegenüber noch ratloser.

Der Icherzähler ist in seinen akribischen Beschreibungen von Situationen oder Menschen nicht als Kind oder Jugendlicher erkennbar -- er hat keine kindlich-jugendliche Sicht der Dinge. Er wirkt eher wie ein zwar abgebrühter, aber dennoch unsicherer Erwachsener, der sich eine Realität zusammendenkt. Er beobachtet seine Umgebung, seine "Freunde", ihre persönlichen Verstrickungen untereinander und berichtet darüber -- weit gehend emotionslos, distanziert und mit einer an der Oberfläche bleibenden Genauigkeit. Die Personen bleiben schemenhaft, agieren in einem Vakuum und gewinnen auch durch die übergenauen Beschreibungen ihrer Handlungen und Absichten nicht an Konturen.

Auch Geigers Umgang mit der Sprache macht das Verständnis nicht leichter. Seine Verfremdungen (einer der stehenden Sätze dieses Buches lautet: "Ich berichte"), seine reinen Beschreibungen wirken mechanisch, hart, unelegant und auf die Dauer ermüdend. Jedenfalls werden Liebhaber eines reinen Beschreibungspurismus ihre Freude daran haben und Fans des jungen Autors sowieso. --Liesbeth Legat

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Produkt-Bild: Kleine Schule des Karussellfahrens: Roman

Kleine Schule des Karussellfahrens: Roman von Arno Geiger

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,90

ISBN: 3423135050, Erscheinungsdatum: Januar 2006
Produktgruppe Bücher
Zoom ± Produkt-Bild: Kleine Schule des Karussellfahrens: Roman

Produktbeschreibung

Kleine Schule des Karussellfahrens
© 1998-2012 Amazon Inc. und Tochtergesellschaften

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Produkt-Bild: Der alte König in seinem Exil: Ungekürzte Lesung

Der alte König in seinem Exil: Ungekürzte Lesung von Arno Geiger

Matthias Brandt (Sprecher)
Audio CD von BRANDT,MATTHIAS
Preis bei Amazon: EUR 13,99

ISBN: 3899030362, Erscheinungsdatum: Februar 2011
Produktgruppe Bücher
Zoom ± Produkt-Bild: Der alte König in seinem Exil: Ungekürzte Lesung
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Produkt-Bild: Irrlichterloh: Roman

Irrlichterloh: Roman von Arno Geiger

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,90

ISBN: 3423136979, Erscheinungsdatum: März 2008, Auflage: Neuauflage
Produktgruppe Bücher
Zoom ± Produkt-Bild: Irrlichterloh: Roman

Produktbeschreibung

Roman
Erscheinungsjahr: 2008
Gewicht: 178 gr / Abmessungen: 190 mm x 119 mm x 13 mm
Von Geiger, Arno

Fünf Menschen auf der Suche nach der Liebe und sich selbst ? ein wunderbar abgedrehter Liebesroman voll Witz, Drive und lodernder Phantasie.

Pressestimmen:
"Ein Buch, das seine Form nicht an die Inhalte und das seine Inhalte nicht an die Form verrät, sondern die Trennung der beiden unmöglich macht."
volltext.net 18.06.2007

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